2011 Mühlentag

Leine Zeitung

14. Juni  2011

2011Muehlentag
Robin (4) genießt auf Uwe Fiebergs Hanomag R16 von 1954 sein Eis, während sich mehr als 100 Besucher die Horster Mühlentechnik erklären lassen.

Heimatbund öffnet die Horster Mühle

HORST.  Fünf Etagen voller Technik – das ist das Imposante an der intakten Horster Mühle. Trotzdem steht sie erneut vor dem Verfall. Gestern öffnete der Heimatbund Horst zum Deutschen Mühlentag bereits zum vierten Mal die Tore der Mühle für viele interessierte Besucher. Diese konnten sich über die 1849 erbaute Mühle erkundigen. Das Besondere an ihr: Sie ist die einzige elektrisch betriebene Mühle in der Region Hannover.

1923 rüstete Müller Koopmann die anfangs windgetriebene Mühle um. Damit war er in der Lage, verschiedene Mehltypen herzustellen.  Der letzte Schrotgang war 1967; danach verfiel das Gebäude, bis der Unternehmer Werner Evers es ab 2001 detailgetreu restaurierte und 2004 an die Familie Hahne weiterverkaufte.

Seither ist wenig zum Erhalt passiert. „Technisch funktioniert alles, aber der Holzwurm bedroht die Substanz“, sagte Jürgen Hinsch vom Heimatverein. Das Haus müsse außerdem gegen Nässe geschützt werden, sonst sei die Technik in vier Jahren zerstört Trotzdem zeigte der Heimatverein die Mühle gestern auch von ihrer künstlerischen Seite. Kinder der Grundschule in Horst hatten 53 verschiedene Bilder der Mühle kreiert und im Nebengebäude ausgestellt.