Visionen

Arbeitskreis-Dorfentwicklung

Leine Zeitung

Horster entwickeln Visionen

26 Teilnehmer folgen der Einladung des
Arbeitskreises zur offenen Dorfwerkstatt
Visionen-2008
Das Dorf in 22 Jahren: Dieter Preuß (links) und Günter Freienwalde
sammeln Stichworte und Ideen zur Zukunft der Ortschaft.

HORST.  Bisherige Höhepunkte im Engagement des Arbeitskreises Dorfentwicklung Horst: Eine offene Dorfwerkstatt einen Tag lang denken, planen und ein bischen spinnen über die Zukunft des Dorfes. Entgegen aller Erwartungen waren der Einladung nur 26 Horster gefolgt. In den Gruppen des Arbeitskreises engagieren sich derzeit etwa 35 Einwohner.
Eine Grundlage für die Werkstatt war die Bürgerbefragung, die während der 750-Jahr-Feier und Anfang September in einer schriftlichen Umfrage die Wünsche der Einwohner erkundete und mit 16 Prozent Rücklauf ein sensationell engagiertes Ergebnis erbrachte. Zweite Basis sind die Ergebnisse, die die vier Themengruppen Dorfbild und Dorfgestaltung, Soziale Demografie und Kulturelles, Ökologie, Landwirtschaft und Natur sowie Infrastruktur und Ökonomie bisher erarbeitet hatten.Damit alle auf dem gleichen Stand sind, stellten die Gruppen diese Ergebnisse im Plenum vor. Danach kam professionelle Hilfe ins Spiel: Wolfgang Kleine-Limberg, Ingenieur für Landespflege, und Stadtplaner Ivar Henckel vom Büro Mensch und Region moderierten die erste Dorfwerkstatt dieser Art in Garbsen. Sie hatten sehr konkrete Aufgaben für die Teilnehmer im Gepäck. Was erzählen Sie einem Touristen im Jahr 2030 über Horst? Was würde 2030 in einem Zeitungsbericht über die Dorfentwicklung stehen? Was soll Horst in 22 Jahren auszeichnen?
Das visionäre Gedankenspiel kam bei den Teilnehmern sehr gut an. Die “Dorfentwickler” waren bei der Zusammenfassung der Ergebnisse manchmal überrascht aber auch angetan. So war Edgar Kreid überrascht vom “Konsens, denn jeder konnte etwas mit den Ideen der anderen anfangen”. Bernd Hauptmann zeigte sich “ein bisschen enttäuscht, dass so wenige Bürger zum öffentlichen Treffen kamen, aber die Veranstaltung selbst fand ich sehr informativ, denn wir konnten erfolgreich Ziele definieren”, sagte der Horster. Hildegard Barthel-Seib vermisste am Sonnabend vor allem Jugendliche und Frauen. “Es sollten sich mehr Bürger bei der Dorfentwicklung einbringen”, sagte sie.

ERGEBNISSE IN AUSZÜGEN
Dorfplatz gewinnt an Bedeutung

 In Horst soll ein Dorfplatz geschaffen werden, möglichst in der Achse von der Kirche zum Stadtarchiv bis zum Fachwerkhaus an der Lehmstraße 2. Er soll die historische Bau-Substanz betonen und als Treffpunkt dienen. In Absprache mit den Nachbarorten Meyenfeld, Frielingen und Schloß Ricklingen sollen das Wegenetz attraktiver gestaltet und der Naherholungswert der Umgebung verbessert werden. Es soll sich ein Forum oder Beirat bilden, in dem sich Ältere und Jüngere über gemeinsame Wohnformen und barrierefreies Leben in Horst verständigen. Im Idealfall könnte daraus eine Haustauschbörse.

2008 – PATRICIA CHADDE